Sonntag, 5. Juli 2026
18.00 – 20.00 Uhr
Online via Zoom
Dr. Hans-Günter Wagner: Die Lehren vom Weg – was Buddhismus und Daoismus vereint und was sie trennt
Ohne die Einflüsse des Daoismus sähe der Buddhismus im Westen wahrscheinlich ziemlich anders aus. Als angestammte Philosophie und Religion Chinas hat er den um die Zeitenwende aus Indien ins Land gekommenen Buddhismus stark geprägt. Und umgekehrt hat auch der Buddhismus den Daoismus verändert. Bekanntes und Fremdes begegneten sich zugleich.
Das Dao und das Nirvana trafen aufeinander, und es dauerte einige Jahrhunderte bis man Gemeinsamkeiten wie Unterschiede halbwegs ausgelotet hatte. So waren beispielsweise beides, die Idee einer unsterblichen Seele wie auch deren Negation durch die Anatta-Lehre, in China bis dato nur vage formulierte Vorstellungen. Das alles bereicherte die einheimische Glaubenswelt. Umgekehrt wurden alte daoistische Techniken der Atembeobachtung und -kontrolle bald auch von den Buddhisten adaptiert. Hier und da schlüpften auch Dämonen und Gottheiten des daoistischen Götterhimmels in das buddhistische Pantheon und umgekehrt. In China wurde der Buddhismus farbenprächtiger, schärfte seine Ethiklehren aus und entfaltete neue philosophische Diskurse.
In diesem Vortrag wird die historische Begegnung von Daoismus und Buddhismus nachgezeichnet. Neben der Präsentation historischer Fakten und politischer Wirkungen werden auch grundlegende Lehren und Übungsmethoden beider Religionen miteinander verglichen.
Falls du noch kein Buddha-Talk Abo hast, melde dich bitte frühzeitig via Eventbrite zur Teilnahme an. Nur angemeldete Teilnehmer:innen erhalten nach der Veranstaltung auch den Link zur Videoaufzeichnung:
Sonntag, 2. August 2026
18.00-20.00 Uhr
Ort: Online via Zoom
Sylvia Wetzel: Alte Muster, neue Wege im Alltag und in der Politik
In Krisenzeiten werden wir häufig ängstlich oder wütend und verfallen oft in alte Muster. Das erschwert Gespräche mit Menschen, die anders denken und handeln. Dadurch werden auch neue Ansätze blockiert. Je mehr wir alte Muster im Spiegel unserer Mitmenschen bemerken, desto eher weitet sich unser Blick für neue Möglichkeiten. Dafür brauchen wir Zuversicht und Vertrauen in uns selbst und andere. Regelmäßiges Innehalten und tiefe Begegnungen können uns dabei unterstützen.
Falls du noch kein Buddha-Talk Abo hast, melde dich bitte frühzeitig via Eventbrite zur Teilnahme an. Nur angemeldete Teilnehmer:innen erhalten nach der Veranstaltung auch den Link zur Videoaufzeichnung:
Donnerstag, 17. September 2026
19.00-21.00 Uhr
Ort: Online via Zoom
Tilmann Borghardt (Lama Sönam Lhündrub) vom Ekayana-Institut für zeitgemäßen Buddhismus
Donnerstag, 1. Oktober 2026
19.00-21.00 Uhr
Ort: Online via Zoom
Nicole Baden Roshi, Nachfolgerin von Zentatsu Richard Baker Roshi, Leiterin der Dharma Sangha: Das Zen Buddhistische Zentrum Schwarzwald (ZBZS) und das Crestone Mountain Zen Center (CMZC) in Colorado, USA.
Sonntag, 1. November 2026
18.00-20.00 Uhr
Ort: Online via Zoom
Klaus-Peter Uhlenberg: Dass nichts bleibt, wie es war
Natürlich wissen wir das alles längst: Alles kommt, alles geht – nichts lässt sich festhalten. Eine Binsenweisheit? Vielleicht sogar banal? Gewiss gibt es kein buddhistisches Copyright auf diese Einsicht. Und doch fühlen, denken und handeln wir oft so, als hätten wir die offenkundige Realität des ständigen Wandels nicht wirklich verstanden. Wie können wir lernen, uns auf das Fließende und Prozesshafte unseres Erlebens einzulassen – und damit Frieden zu schließen? Und warum ist das überhaupt wichtig?
Wenn wir in die Lehrreden des Pāli-Kanons schauen, finden wir zahlreiche Textstellen, die uns die Betrachtung der Vergänglichkeit – eines der drei Daseinsmerkmale – eindringlich nahelegen. „Wenn entfaltet und häufig geübt“, heißt es dort, überwindet die Betrachtung der Vergänglichkeit die Unwissenheit. Mit anderen Worten: Die grundlegende Täuschung in unserem Erleben von „Ich“ und „Welt“, durch die wir uns immer wieder selbst im Wege stehen, kann durch die Betrachtung der Vergänglichkeit überwunden werden.
Zu Beginn des Novembers, in der Zeit der kürzer werdenden Tage und des nahenden Jahreswechsels, lade ich dazu ein, dass wir uns diesem Thema aus einer Dharma-Perspektive widmen. Dabei möchte ich sowohl Quellen aus dem Pāli-Kanon einbeziehen als auch Stimmen zeitgenössischer Lehrender, persönliche Erfahrungen und Beispiele aus dem Alltag.
Sonntag, 13. Dezember 2026
18.00-20.00 Uhr
Ort: Online via Zoom
Ajahn Khemasiri aus dem Dhammapala Kloster in der Schweiz
SAVE THE DATE:
Samstag, 16. Januar 2027
Jubiläum und Podiumsdiskussion: "Buddhismus und Gesellschaft"
Der Buddha-Talk feiert sein 10jähriges Bestehen und lädt dazu Gäste in Hamburg ein. Der Abend dient der Feier und Begegnung und stellt ausgesuchten Vertreter:innen die Frage: Welche Antworten hat der Buddhismus auf aktuelle gesellschaftspolitische Fragen?
Die Veranstaltung findet Vor-Ort und In-Person statt. Weitere Informationen folgen.
Sonntag, 4. April 2027
18.00 – 20.00 Uhr
Online via Zoom
Sonam Spitz: Praktizierender und Gelehrter aus der Drikung Kagyü Tradition
Sonntag, 5. September 2027
18.00 – 20.00 Uhr
Online via Zoom
Dhammavortrag mit Bhante Pasanna aus dem Allgäu
Sonntag, 10. Oktober 2027
18.00 – 20.00 Uhr
Online via Zoom
Prof. Sebastian Gäb: Nagarjunas Philosophie des mittleren Weges
Rechtlicher Hinweis für die Videoaufnahme während der Veranstaltung: Es werden nur die Veranstalter (Moderation und Vortragende) in der Aufnahme durch Bild dargestellt. Teilnehmer:innen, die durch Fragen oder Rückmeldungen beitragen, werden nur als Ton aufgezeichnet, nicht als Bild. Bitte möglichst immer durch Video teilnehmen als Respekt den Redner:innen gegenüber.
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