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Sonntag, 8. Januar (Jänner) 2023

18-20 Uhr

Ort: Online via Zoom

 

Gerhard Weissgrab (Präsident der ÖBR)Buddhismus und Staat am Beispiel Österreich

 

Die Bedeutung einer staatlichen Anerkennung des Buddhismus als Religion für seine Entwicklung und Entfaltung im Westen) anlässlich des 40-jährigen Jubiläums

der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft

 

 

Zur Person

 

In Österreich ist der Buddhismus seit 1983 als Religion staatlich anerkannt und die „Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft“  als „Gesellschaft öffentlichen Rechts“ seine offizielle Vertretung. Diese Form der Anerkennung ermöglicht für den Buddhismus die gleichen Rechte wir für alle anerkannten Religionen im Land, zum Beispiel der katholischen Kirche. Dadurch wird es z.B. möglich, buddhistischen Religionsunterricht an allen öffentlichen Schulen abzuhalten, aber auch Privatschulen als „buddhistische Schulen“ zu führen – mit finanziell staatlichen Zuschüssen. 

 

Auch der interreligiöse Austausch findet auf hohem Niveau statt. Eine von Zeit zu Zeit auftauchende Frage, ob Buddhismus als Religion zu sehen ist, wird dadurch positiv beantwortet. Nun geht es darum, erstens den Begriff der „Religion“ genau zu definieren und zweitens die Form und Position des Buddhismus innerhalb der Religionen darzustellen und zu stärken. Damit Hand in Hand geht die Förderung und Entwicklung der einzelnen, aus Asien kommenden, unterschiedlichen Traditionen des Dharma. Der Dharma selbst bedarf keiner Reform, sondern seine Inhalte brauchen eine zeitgemäße und kulturell kompatible Umsetzung. Ein Blick in seine 2500jährige Geschichte und auf die Entstehung der großen Traditionen zeigt, wie das geht. Die in unterschiedlichen Ländern in Asien entstandenen Formen des engagierten Buddhismus haben bei uns als sozial engagierter Buddhismus besondere Bedeutung, vor allem auch im Vergleich zur christlichen Caritas und Diakonie. Mehr zum österreichischen Buddhismus unter: Wikipedia!